Welche Fische und Meeresfrüchte sind im Islam halal?

Ernährungsregeln spielen im Alltag vieler Muslime eine zentrale Rolle. Was als erlaubt gilt, ist im Koran und den Überlieferungen geregelt, doch bei Speisefischen und Meeresfrüchten gibt es je nach Rechtsschule unterschiedliche Auffassungen.

Für die Mehrheit der Muslime, insbesondere in den sunnitischen Rechtsschulen, gilt der Grundsatz, dass im Wesentlichen alle genießbaren Lebewesen aus dem Meer als halal anzusehen sind. Speisen aus dem Wasser werden hier als rein und unbedenklich eingestuft.

Im schiitischen Islam hingegen gelten genauere Kriterien. Nach schiitischer Rechtsgelehrsamkeit sind ausschließlich Fische mit Schuppen sowie Garnelen für den Verzehr erlaubt. Fischarten ohne echte Schuppen – wie etwa Welse, Aale oder Haie – sowie viele andere Meeresfrüchte gelten hingegen als haram und dürfen nicht gegessen werden.

Aufgrund dieser Nuancen achten gläubige Muslime beim Einkauf oder Restaurantbesuch oft gezielt auf die Fischart oder entsprechende Halal-Zertifikate.

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