Wie viel Kredit kann ich mir leisten?

Die Frage, welchen Kredit man sich leisten kann, beschäftigt viele – besonders bei einer geplanten Immobilienfinanzierung. Eine bewährte Faustregel lautet: Das 110-fache des monatlichen Nettoeinkommens ergibt den maximal möglichen Darlehensbetrag. Das bedeutet: Wer netto 3.000 Euro im Monat verdient, könnte theoretisch einen Kredit in Höhe von bis zu 330.000 Euro erhalten.

Doch Achtung: Nicht nur der Nettolohn zählt. Auch andere Einkünfte wie Mieteinnahmen, Kindergeld, Hinterbliebenenrenten oder regelmäßige Kapitalerträge fließen in die Berechnung ein. Je stabiler und nachhaltiger diese Einkünfte sind, desto höher fällt oft die Kreditwürdigkeit aus.

Die Banken prüfen zudem sorgfältig die monatliche Belastbarkeit. Dazu gehören nicht nur Ratenzahlungen für den Kredit, sondern auch Nebenkosten wie Versicherungen, Mieten oder laufende Verbindlichkeiten. Ein zu hoher Schuldenstand kann die Kreditvergabe schnell erschweren.

Wichtig ist auch der Zinssatz, der sich im Laufe der Zeit ändern kann – besonders bei langfristigen Darlehen. Deshalb sollten Verbraucher nicht nur auf die aktuelle Zinsphase achten, sondern auch eine mögliche Anpassung im Blick behalten.

Letztlich ist die 110-fache Regel ein guter Anhaltspunkt, aber keine Garantie. Jeder Fall wird individuell geprüft. Wer sicher gehen will, sollte einen Finanzberater konsultieren oder mit seiner Bank frühzeitig über die eigenen Möglichkeiten sprechen. So vermeidet man finanzielle Überforderung und baut auf sicheren Beinen eine Zukunft auf.

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