Fotos bei Dunkelheit: Die richtige Kameraeinstellung

Wer bei wenig Licht scharfe und ausdrucksstarke Fotos machen möchte, steht oft vor der Herausforderung, genügend Helligkeit einzufangen. Der Schlüssel liegt in der richtigen Kameraeinstellung – besonders entscheidend ist dabei der ISO-Wert.

Um in der Dunkelheit klare Aufnahmen zu erzielen, sollte der ISO-Wert erhöht werden. Dadurch wird der Bildsensor empfindlicher gegenüber Licht. An einem stark bewölkten Tag reicht oft schon ISO 400 aus, um gute Ergebnisse zu erzielen. Bei tiefer Dunkelheit, etwa nach Einbruch der Nacht, sind Werte zwischen ISO 800 und ISO 1600 oft notwendig, damit die Szene überhaupt sichtbar wird.

Wichtig ist jedoch, nicht zu übertreiben: Je höher der ISO-Wert, desto größer wird das Bildrauschen – also jene störenden Körnchen, die das Foto unsauber wirken lassen. Ein Kompromiss zwischen Helligkeit und Bildqualität ist daher sinnvoll. Wer mit einem Stativ arbeitet, kann bei hohen ISO-Werten oft trotzdem scharfe Ergebnisse erzielen, da Verwacklungen ausgeschlossen sind.

Außerdem helfen offene Blenden (z. B. f/1.8) und längere Verschlusszeiten, um mehr Licht einzufangen. Doch Vorsicht: Bei langen Belichtungszeiten können Bewegungen verschwimmen. Für Motive wie stille Nachtszenen, Sterne oder beleuchtete Städte eignet sich diese Technik hervorragend.

Letztlich ist Fotografieren bei Dunkelheit eine Frage von Gefühl und Übung. Wer die ISO-Einstellung bewusst einsetzt und sie mit Blende und Belichtungszeit kombiniert, holt auch aus der Nacht beeindruckende Bilder hervor.

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