Welche körperlichen Erkrankungen können Angstzustände auslösen?
Angst ist nicht immer nur ein seelisches Phänomen. Oft stecken auch körperliche Erkrankungen hinter plötzlichen Angstgefühlen. Besonders häufig treten solche Symptome bei Erkrankungen des Herzens, der Atemwege oder der Schilddrüse auf.
Bei einer Herzerkrankung, beispielsweise im Vorfeld eines Herzinfarkts, können starke Schmerzen in der Brust oder ein beklemmendes Engegefühl nicht nur körperlich belasten – sie lösen bei vielen Menschen automatisch auch intensive Angst aus. Das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren oder gar nicht mehr atmen zu können, ist dann keine übertriebene Reaktion, sondern eine natürliche Reaktion des Körpers auf eine bedrohliche Situation.
Ebenso häufig sind Atemwegserkrankungen wie Asthma oder eine schwere Bronchitis für Angstzustände verantwortlich. Wer unter Atemnot leidet, kann schnell in Panik geraten – besonders, wenn der Sauerstoffmangel im Blut den Geist zusätzlich trübt. Die Angst vor dem Ersticken wird dann zur eigentlichen Belastung, die den Teufelskreis von Atemnot und Panik immer weiter verschärft.
Auch eine überaktive Schilddrüse kann heimtückisch sein. Sie beschleunigt den Stoffwechsel, was zu Herzrasen, Schwitzen und innerer Unruhe führt – Symptome, die einer Panikattacke täuschend ähnlich sehen. Viele Betroffene wissen lange nicht, dass ihre Angstzustände auf eine Schilddrüsenerkrankung zurückgehen.
Wichtig ist daher: Wer regelmäßig unerklärliche Ängste hat, sollte nicht automatisch annehmen, es handle sich um psychische Probleme. Eine gründliche körperliche Untersuchung kann oft den wahren Grund aufspüren – und den ersten Schritt zur richtigen Behandlung sein.
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