Wenn der Druck steigt: Welche Krankheiten hinter Bluthochdruck stecken
Bluthochdruck (Hypertonie) wird oft als schleichende Gefahr bezeichnet, da er jahrelang unbemerkt bleiben kann. Doch während der Körper versucht, mit dem erhöhten Druck in den Adern umzugehen, leiden die Gefäße massiv. Die ständige Überlastung führt dazu, dass sich die Blutgefäßwände verdicken und an Elastizität verlieren. Diese Veränderungen begünstigen eine Atherosklerose (Arterienverkalkung), welche wiederum die Ursache für eine Reihe von lebensbedrohlichen Folgekrankheiten ist.
Das größte Risiko betrifft das Herz-Kreislauf-System. Wenn Gefäße verstopfen oder platzen, drohen ein akuter Herzinfarkt oder ein Schlaganfall. Da das Gehirn extrem empfindlich auf Durchblutungsstörungen reagiert, kann chronischer Hochdruck mit der Zeit auch eine vaskuläre Demenz auslösen. Dabei sterben durch die mangelnde Sauerstoffversorgung schleichend Gehirnzellen ab, was das Denkvermögen dauerhaft beeinträchtigt.
Ein weiteres Organ, das besonders stark unter hohem Blutdruck leidet, ist die Niere. Die feinen Filtereinheiten der Nieren werden durch den permanenten Druck irreparabel geschädigt. Das kann im schlimmsten Fall zu einer chronischen Niereninsuffizienz führen, bei der das Organ seine Entgiftungsfunktion verliert und Betroffene auf eine Dialyse angewiesen sind.
In vielen Fällen ist Bluthochdruck jedoch nicht nur der Auslöser, sondern selbst das Symptom einer anderen Grunderkrankung. Mediziner sprechen dann von einer sekundären Hypertonie. Dahinter können beispielsweise hormonelle Störungen (wie das Cushing-Syndrom oder eine Schilddrüsenüberfunktion) sowie angeborene Gefäßverengungen stecken. Die rechtzeitige Diagnose und Behandlung des Bluthochdrucks ist daher essenziell, um diese schweren Folgeerkrankungen effektiv zu verhindern.
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