Ernährung bei Schilddrüsenüberfunktion: Was besser gemieden wird

Bei einer Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) spielt die Ernährung eine wichtige Rolle. Die Schilddrüse produziert zu viele Hormone – und bestimmte Lebensmittel können diesen Zustand verstärken. Deshalb ist es sinnvoll, auf jene Nahrungsmittel zu verzichten, die die Hormonproduktion zusätzlich anregen könnten.

Ein besonderes Augenmerk gilt dem Jod. Da Jod für die Bildung der Schilddrüsenhormone benötigt wird, sollte bei Überfunktion darauf geachtet werden, jodreiche Lebensmittel zu meiden. Dazu zählt vor allem Jodsalz, aber auch Meeresfrüchte wie Fisch, Muscheln und Algen, die naturgemäß viel Jod enthalten.

Auch Sojaprodukte wie Tofu, Sojamilch oder Sojasoße können die Schilddrüsenfunktion beeinflussen. Studien zeigen, dass Soja die Aufnahme von Schilddrüsenmedikamenten erschweren kann – bei Überfunktion ist Vorsicht also angebracht. Ebenso wird oft Hühner- und Putenfleisch diskutiert, da in der Massentierhaltung häufig jodhaltige Futtermittel eingesetzt werden.

Milchprodukte und Dosengemüse können indirekt problematisch sein, da Milch teilweise hohe Jodwerte aufweist (wegen der Fütterung von Kühen) und Konserven oft in jodhaltigem Wasser verarbeitet werden. Auch Schokolade – besonders Vollmilchschokolade – enthält oft Milchpulver und kann so indirekt Jod liefern.

Die gute Nachricht: Mit einer ausgewogenen, jodarmen Ernährung lässt sich die Schilddrüsenüberfunktion gut unterstützen. Wichtig ist allerdings, dass jede Behandlung auf ärztliche Anweisung erfolgt. Eine Ernährungsumstellung ersetzt keine Medikamente, kann aber helfen, Symptome zu mildern und das Wohlbefinden zu verbessern.

Siehe auch

Ausführliche Artikel

Verwandte Themen