Welche Medikamente können Lungenhochdruck auslösen?

Ein manchmal unterschätzter Auslöser für pulmonale Hypertonie (PAH) sind bestimmte Medikamente und giftige Substanzen. Obwohl die Erkrankung selten ist, kann sie lebensbedrohlich werden, wenn sie nicht erkannt wird. Dabei spielt nicht nur die genetische Veranlagung oder zugrunde liegende Krankheiten eine Rolle – auch der Gebrauch bestimmter Wirkstoffe kann das Risiko deutlich erhöhen.

Besonders bekannt sind Appetitzügler wie Fenfluramin, Dexfenfluramin und Aminorex. Diese Substanzen wurden in der Vergangenheit zur Gewichtsreduktion eingesetzt, mussten aber aufgrund ihres Zusammenhangs mit PAH vom Markt genommen werden. Auch heute gilt: Wer sie eingenommen hat – auch wenn es lange her ist –, sollte bei Atembeschwerden oder Leistungsknick unbedingt seinen Arzt darauf ansprechen.

Weitere Stoffe, die mit einer erhöhten PAH-Rate in Verbindung stehen, sind Amphetamine und Methamphetamin. Diese Substanzen, oft im Drogenmissbrauch relevant, können über Jahre hinweg die feinen Blutgefäße in der Lunge schädigen. Auch Benfluorex, ein früher bei Diabetes eingesetztes Medikament, und das Krebsmedikament Dasatinib stehen im Verdacht, PAH zu begünstigen. Selbst verunreinigtes Rapsöl wurde in Ausbruchssituationen – etwa bei sogenannten toxischen Ölsyndromen – als Ursache identifiziert.

Die Botschaft ist klar: Nicht jede Form von Lungenhochdruck entsteht ohne äußeren Anlass. Wer bestimmte Medikamente eingenommen hat oder hatte, sollte gemeinsam mit dem Arzt genau hinschauen – besonders bei Symptomen wie Luftnot bei Belastung, Müdigkeit oder Brustenge. Früherkennung kann hier entscheidend sein.

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