Enthält Milka-Schokolade Insekten?

Die Frage, ob in Milka-Schokolade Insekten enthalten sind, sorgt immer wieder für Erstaunen – doch die Antwort ist nicht ganz einfach. Streng genommen handelt es sich nicht um ganze Insekten, sondern um Stoffe, die aus ihnen gewonnen werden. Besonders zwei Kennzahlen sorgen für Diskussionen: E 120 und E 904.

E 120, auch bekannt als Cochenille oder Karminrot, stammt aus dem getrockneten Körper weiblicher Schildläuse. Diese kleinen Insekten leben auf bestimmten Kaktuspflanzen, vor allem in Südamerika. Aus ihnen wird ein intensiv roter Farbstoff gewonnen, der in vielen Süßigkeiten, aber auch in Getränken oder kosmetischen Produkten verwendet wird. Obwohl Milka-Schokolade in der Regel nicht knallrot ist, kann dieser Farbstoff in bestimmten Geschmacksvarianten oder limitierten Editionen enthalten sein – etwa in Frucht-Cremefüllungen oder Verzierungen.

E 904, auch als Schellack bekannt, stammt aus dem Sekret der Lackschildlaus. Es wird oft als Überzug für Süßigkeiten oder Obst verwendet, um sie glänzend zu machen. Auch hier: Nicht in jeder Milka-Tafel, aber durchaus möglich in speziellen Produkten oder als Bestandteil der Zutaten anderer Marken, die ähnlich verarbeitet sind.

Die gute Nachricht: In der klassischen Milka-Vollmilchschokolade – der lila verpackten Standardvariante – finden sich diese Inhaltsstoffe in der Regel nicht. Wer aber besonders sensibel ist oder aus ethischen oder religiösen Gründen auf Insektenbestandteile verzichten möchte, sollte stets die Zutatenliste prüfen. Die Kennzeichnung "E 120" oder "Schellack" ist der sichere Hinweis.

Also: Ja, indirekt – aber nicht so, wie man vielleicht denkt. Und nicht in jeder Tafel.

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