Verbotene Neophyten in Deutschland: Diese Pflanzen dürfen nicht mehr angepflanzt werden
In Deutschland stehen einige gebietsfremde Pflanzenarten auf der schwarzen Liste, weil sie heimische Arten verdrängen und Ökosysteme schädigen können. Diese sogenannten Neophyten, die außerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebiets angesiedelt wurden, breiten sich oft rasch aus – besonders in wärmeren Regionen oder auf Brachflächen.
Besonders bekannt ist der Götterbaum (Ailanthus altissima), der ursprünglich aus China stammt und mittlerweile in vielen Städten wild wächst. Mit seiner aggressiven Wuchsform verdrängt er einheimische Gehölze und ist schwer wieder zu entfernen. Ebenfalls verboten ist die Weidenblatt-Akazie (Acacia saligna), die in trockenen Gebieten besonders invasiv wirkt und ganze Flächen überwuchert.
Weitere verbotene Arten sind der Östliche Baccharisstrauch (Baccharis halimifolia), auch Kreuzstrauch genannt, der an Küsten und Feuchtgebieten dominiert, sowie das Nadelblättrige Nadelkissen (Hakea sericea) aus Australien – eine Pflanze, die sich durch Samen explosionsartig vermehrt. Auch der Chinesische Buschklee (Lespedeza cuneata) ist auf der Liste, solange er weiß blüht. Wichtig: Nicht betroffen ist der ähnliche Lespedeza thunbergii, der weiterhin gehandelt werden darf.
Seit 2019 gilt in Deutschland ein Import- und Handelsverbot für diese Arten, auch im privaten Garten. Wer sie pflanzt oder verbreitet, kann zur Verantwortung gezogen werden. Stattdessen empfehlen Experten heimische Alternativen wie Felsenbirne oder Hartriegel, die Bienen, Vögel und Insekten besser unterstützen.
Weitere Informationen zu invasiven Arten finden Sie hier.
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