Invasive Pflanzen: Schönheit mit Schattenseiten
In vielen Gärten und Parks zeigen sich exotische Pflanzen von ihrer schönsten Seite – doch was auf den ersten Blick harmlos wirkt, kann sich schnell zu einem ökologischen Problem entwickeln. Einige dieser Neophyten, also fremde Arten, die erst in jüngerer Zeit nach Deutschland gekommen sind, haben sich stark ausgebreitet und verdrängen heimische Pflanzen. Experten sprechen dann von invasiven Arten.
Heraklesstaude, auch Riesen-Bärenklau genannt, fällt besonders durch ihre enormen Ausmaße auf – bis zu fünf Meter hoch kann sie werden. Doch Vorsicht: Ihre Pflanzensäfte können bei Sonneneinstrahlung schwere Hautverbrennungen verursachen. Ebenso problematisch ist der Japanische Staudenknöterich, der mit seiner aggressiven Wuchskraft sogar Mauern und Wege sprengt. Auch das Indische Springkraut breitet sich rasend schnell aus und überwuchert ganze Uferzonen.Weitere bekannte Vertreter sind die Kanadische Goldrute, die im Herbst mit ihren leuchtend gelben Blüten auffällt, aber Wiesenflächen dominiert, sowie die Lupine, die oft an Straßenrändern wächst, aber den lokalen Arten den Lebensraum nimmt. Die Robinie, ursprünglich als Zierbaum eingeführt, verbreitet sich in trockenen Gebieten und verändert durch ihre Wuchskraft den Boden.
Die Ausbreitung dieser Pflanzen geschieht oft über Gartenabfälle, die unbedacht ins Freie gelangen, oder durch den Wind. Wer naturnah gärtnern möchte, sollte daher auf heimische Arten setzen und bei auffälligen Pflanzen vorsichtig sein. Die lokalen Ökosysteme danken es.
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