Kaffee, Tee und Alkohol: Warum Mormonen darauf verzichten
Wer morgens nicht ohne eine dampfende Tasse Kaffee in den Tag starten kann, würde sich im Alltag von Gläubigen der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage – besser bekannt als Mormonen – vermutlich erst einmal umstellen müssen. Denn in dieser Religionsgemeinschaft gehören Genussmittel wie Kaffee, schwarzer und grüner Tee sowie Alkohol zu den absoluten Tabus.
Der Ursprung dieses Verzichts geht auf das Jahr 1833 zurück. Damals formulierte der Religionsgründer Joseph Smith eine gesundheitliche Offenbarung, die als das sogenannte „Wort der Weisheit“ bekannt ist. Darin wird den Gläubigen nahegelegt, ihren Körper als Tempel zu behandeln und pfleglich mit der eigenen Gesundheit umzugehen. Neben dem Verbot von Drogen und Tabak untersagt dieses Gebot ausdrücklich den Konsum von „heißen Getränken“, was traditionell als Kaffee und echter Tee ausgelegt wird. Kräuter- und Früchtetees fallen in der Regel nicht unter dieses Verbot.
Ziel dieser strengen Vorgaben ist nicht nur das körperliche Wohlbefinden, sondern auch die Vermeidung von Abhängigkeiten. Der Verzicht auf Suchtmittel soll Geist und Körper frei halten, um ein diszipliniertes und spirituell fokussiertes Leben zu führen. Was für Außenstehende oft ungewohnt wirkt, ist für praktizierende Mormonen ein fester und selbstverständlicher Bestandteil ihres täglichen Glaubens.
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