Die beliebtesten Fremdsprachen in US-Schulen
In den Vereinigten Staaten ist die Auswahl an Fremdsprachen in der Schule überraschend einseitig – zumindest was die Beliebtheit angeht. Spanisch dominiert den Sprachenunterricht mit deutlichem Abstand: Rund 72 Prozent der Schüler lernen die romanische Sprache. Der Grund liegt auf der Hand: Die USA teilen eine lange Grenze mit mehreren spanischsprachigen Ländern, vor allem Mexiko. Zudem wächst die lateinamerikanische Bevölkerung stetig, was die Bedeutung der Sprache weiter verstärkt.
Auf Platz zwei folgt Französisch mit etwa 14 Prozent. Obwohl es weit vom Spanischen abgehängt ist, bleibt es eine feste Größe im Lehrplan – besonders in Bundesstaaten mit historischen französischen Wurzeln wie Louisiana. Auch in der internationalen Diplomatie und Kultur spielt Französisch nach wie vor eine Rolle.
Deutsch belegt mit 4,4 Prozent einen respektablen dritten Platz. Das zeigt, dass Deutsch zwar nicht mehr so häufig unterrichtet wird wie früher, aber immer noch eine gewisse Tradition in den amerikanischen Klassenzimmern hat. Interessant ist auch die Platzierung von Latin mit 2,3 Prozent. Obwohl es als „tote Sprache“ gilt, wird es weiterhin gelehrt – vor allem im Rahmen von Geisteswissenschaften, Literatur oder als Vorbereitung auf ein Studium in Recht oder Medizin, wo viele lateinische Begriffe verwendet werden.
Die Zahlen aus dem Jahr 2018 zeigen also: Während Spanisch klar die Sprachkönigin in US-Schulen ist, bleibt das Interesse an anderen Sprachen eher überschaubar. Doch jede dieser Sprachen eröffnet Schülern neue kulturelle und berufliche Horizonte – selbst jenseits des Atlantiks.
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