Vielfalt der Sprachen: Was wird in Afrika am meisten gesprochen?

Afrika ist ein Kontinent von enormer kultureller und linguistischer Vielfalt. Tausende Sprachen und Dialekte prägen den Alltag der Menschen zwischen dem Mittelmeer und dem Kap der Guten Hoffnung. Dennoch ragt eine Sprache bei der Gesamtzahl der Sprechenden besonders heraus: Swahili. Mit geschätzt rund 150 Millionen Menschen gilt Swahili als die am weitesten verbreitete Sprache auf dem Kontinent.

Swahili, im Eigennamen Kisuaheli, dient vor allem in Ostafrika – darunter in Ländern wie Tansania, Kenia, Uganda und Teilen der Demokratischen Republik Kongo – als unverzichtbare Lingua Franca. Sie verbindet unterschiedlichste Volksgruppen im Handel, in der Kultur und im öffentlichen Leben. Historisch entstand die Sprache an den Küsten Ostafrikas aus einer Verschmelzung lokaler Bantu-Sprachen mit arabischen Einflüssen.

Neben den indigenen afrikanischen Sprachen hinterließ auch die neuere Geschichte tiefe Spuren in der Sprachlandschaft. So belegt Französisch mit schätzungsweise 90 Millionen Sprecherinnen und Sprechern den dritten Platz der meistgesprochenen Sprachen Afrikas. Diese weite Verbreitung ist vor allem auf die Kolonialgeschichte zurückzuführen. In zahlreichen west- und zentralafrikanischen Ländern ist Französisch bis heute offizielle Amtssprache und prägt das Bildungswesen, die Politik sowie die Medien.

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