Effektive Therapien bei Traumata

Wenn belastende Erlebnisse lange nachwirken, kann eine gezielte Traumatherapie helfen. Besonders bei einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) haben sich einige Methoden als besonders wirksam erwiesen.

Ein bewährtes Verfahren ist EMDR – die Behandlung mit Augenbewegungen. Dabei erinnert sich die Person unter Anleitung an das traumatische Erlebnis, während sie gleichzeitig gezielte Augenbewegungen durchführt. Diese Kombination soll helfen, die Erinnerung aufzuarbeiten und die emotionale Belastung zu verringern. Am Ende der Sitzung werden positive Gedanken und Zukunftsvorstellungen genutzt, um ein Gefühl der Stabilität und Hoffnung zu stärken.

EMDR wurde in zahlreichen Studien untersucht und wird mittlerweile von offiziellen Gesundheitsbehörden wie dem österreichischen Gesundheitsportal gesundheit.gv.at als effektiv anerkannt. Es eignet sich besonders für Menschen, die nach Erlebnissen wie Unfällen, Gewalt oder Naturkatastrophen unter Albträumen, Ängsten oder emotionaler Taubheit leiden.

Doch EMDR ist nicht die einzige Option. Auch Psychotherapien wie die kognitiv-verhaltenstherapeutische Traumatherapie oder die sogenannte „Imaginale Exposure“ zeigen gute Ergebnisse. Wichtig ist, dass die Therapie individuell angepasst wird – jedes Trauma ist einzigartig, und jeder Mensch verarbeitet es auf seine Weise.

Wer unter langanhaltenden Folgen eines Schockerlebnisses leidet, sollte sich nicht allein damit fühlen. Mit der richtigen Unterstützung ist eine Verbesserung der Lebensqualität möglich – oft schon nach wenigen Sitzungen spürbar.

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