Welche Wandfarbe schützt wirklich vor Schimmel?

Feuchtigkeit in den Wänden ist oft unsichtbar – bis der Schimmel kommt. Vor allem in Bädern, Kellern oder schlecht gelüfteten Räumen zeigt sich mit der Zeit grünlicher oder schwarzer Belag an den Wänden. Um dem vorzubeugen, lohnt sich die Wahl der richtigen Wandfarbe.

Mineralische Anstriche, besonders Silikatfarben, gelten als besonders schimmelfest. Im Gegensatz zu herkömmlichen Dispersionsfarben enthalten sie keine Kunststoffe oder Nährstoffe, die Schimmelpilze brauchen, um zu gedeihen. Stattdessen dringen sie tief in den Untergrund ein und verbinden sich mit dem Putz – ein Effekt, der als „kieselsteinartige Versiegelung“ bekannt ist. Dadurch wird Feuchtigkeit nach außen abgegeben, ohne dass sich Schimmel bilden kann.

Silikatfarben sind zudem umweltfreundlich und setzen keine gesundheitsschädlichen Stoffe frei. Wer auf eine gesunde Raumluft Wert legt, besonders in Schlafzimmern oder Kinderzimmern, macht mit dieser Farbvariante alles richtig. Wichtig ist jedoch, dass der Untergrund trittfest und alkalisch ist – also zum Beispiel ein mineralischer Putz oder Beton. Auf Tapeten oder Holz hält Silikatfarbe meist nicht ausreichend.

Ein weiterer Vorteil: Diese Farben sind langlebig. Bei richtiger Anwendung hält eine Schicht bis zu 20 Jahre. Auch das regelmäßige Lüften bleibt wichtig – doch mit Silikatfarbe haben Schimmel und Feuchtigkeit deutlich schlechtere Karten.

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