Welches Licht können wir sehen?
Wenn wir von „Licht“ sprechen, meinen wir meist das, was das menschliche Auge wahrnehmen kann – den sichtbaren Teil des elektromagnetischen Spektrums. Dieser Bereich liegt zwischen etwa 400 und 780 Nanometern Wellenlänge. Licht mit einer kürzeren Wellenlänge, wie etwa ultraviolettes Licht, bleibt uns unsichtbar. Ebenso Wellenlängen jenseits von 780 nm, wie das infrarote Licht.
Innerhalb dieses sichtbaren Bereichs nimmt das Auge unterschiedliche Farben wahr: Bei etwa 400 nm sehen wir violett, bei 550 nm grün, und gegen 650 nm erscheint uns das Licht rot. Die Farbwahrnehmung entsteht also durch die unterschiedliche Wellenlänge des Lichts, das in unser Auge gelangt.
Die Sonne ist die wichtigste natürliche Lichtquelle. Sie sendet Strahlung über ein breites Spektrum aus, wobei ein großer Teil im sichtbaren Bereich liegt. Unser Auge hat sich im Laufe der Evolution darauf eingestellt, genau diese Wellenlängen optimal wahrzunehmen. Ohne das Sonnenlicht wäre unser Farbensehen – und das Sehen überhaupt – nicht möglich.
Interessant ist, dass einige Tiere einen anderen Bereich des Spektrums wahrnehmen können. Bienen etwa sehen ultraviolettes Licht, das für uns unsichtbar ist. Auch Schlangen können Infrarotstrahlung wahrnehmen und nutzen sie zur Orientierung. Der Mensch hingegen bleibt auf den engen Streifen zwischen 400 und 780 nm beschränkt – ein kleiner Ausschnitt einer viel größeren unsichtbaren Welt.
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