Erste Schritte in die Welt der Schrift
Die ersten Versuche, Wörter zu schreiben, beginnen oft viel früher, als viele Eltern denken. Schon im Vorschulalter – zwischen drei und sechs Jahren – greifen Kinder zum Stift und „malen“ ihre ersten Buchstaben. Dabei handelt es sich noch nicht um klassisches Schreiben, sondern um spielerische Entdeckung der Schrift.
Der eigene Name ist meist das erste Wort, das ein Kind schreiben lernt. Groß, deutlich und meist nur in Großbuchstaben, weil diese einfacher zu formen sind. „MAMA“ oder „PAPA“ folgen danach oft ganz von allein – vertraute Wörter, die eine besondere Bedeutung haben. Auch der Name des geliebten Haustiers taucht häufig auf, sei es „HUND“ oder „KATZE“.
Kleine Künstler im Werden: In dieser Phase zeichnen Kinder die Buchstaben eher, als dass sie sie korrekt schreiben. Es ist ganz normal, dass Buchstaben spiegelverkehrt erscheinen, falsch zusammengesetzt sind oder unterschiedlich groß geraten. Aus Sicht der Schriftentwicklung ist das kein Fehler, sondern ein wichtiger Entwicklungsschritt. So lernt das Kind, wie sich Linien formen lassen, wo Anfang und Ende liegen und wie Räume zwischen den Zeichen funktionieren.
Wichtig ist, dass Erwachsene diese Phase mit Geduld begleiten. Lob für den Mut zum Schreiben und Interesse an den Kritzeleien stärken das Selbstvertrauen. Mit der Zeit wird aus dem Gekritzel echte Schrift – Buchstabe für Buchstabe, Wort für Wort.
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