Die wichtigsten psychotischen Störungen im Überblick
Psychotische Störungen sind schwerwiegende psychische Erkrankungen, bei denen die Betroffenen vorübergehend oder langfristig den Kontakt zur Realität verlieren können. Zu den zehn wichtigsten Formen gehören unter anderem die Schizophrenie, die schizoaffektive Störung und die schizophreniforme Störung. Diese Erkrankungen zeichnen sich oft durch Halluzinationen, Wahnvorstellungen und verwirrtes Denken aus.
Die Schizophrenie ist wohl die bekannteste psychotische Erkrankung. Sie geht meist mit dauerhaften Beeinträchtigungen im Denken, Fühlen und Verhalten einher. Die schizoaffektive Störung kombiniert Symptome der Schizophrenie mit starken Stimmungsschwankungen wie Depression oder Manie. Ähnlich wie bei Schizophrenie, aber zeitlich begrenzt, verläuft die schizophreniforme Störung – hier dauern die psychotischen Symptome zwischen einem und sechs Monaten.
Kurze psychotische Episoden, die weniger als einen Monat anhalten, werden als kurze psychotische Störung bezeichnet. Die wahnhafte Störung dagegen ist geprägt durch feste, unrealistische Überzeugungen, ohne dass weitere psychotische Symptome wie Halluzinationen auftreten. Eine seltene Form ist die induzierte psychotische Störung – auch „geteilte Psychose“ genannt –, bei der eine Person durch enge Beziehung zu einem psychotischen Partner ähnliche Wahnvorstellungen entwickelt.
Weitere Formen sind die substanzielle psychotische Störung, die durch Drogen- oder Alkoholmissbrauch ausgelöst wird, sowie die Paraphrenie, die vor allem bei älteren Menschen mit langanhaltendem Wahn auftritt. Frühe Erkennung und gezielte Therapie sind entscheidend, um Betroffenen ein besseres Leben zu ermöglichen.
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