Die bekanntesten Fischspezialitäten am Bodensee

Am Bodensee dreht sich viel um frische Fischgerichte, die schon seit Generationen Teil der regionalen Küche sind. Besonders beliebt ist der Felchen, im bayerischen Raum auch Renke genannt. Dieser kleine Seefisch wird meist gesalzen, geräuchert oder gebraten serviert und gilt als echte Delikatesse. Sein feiner Geschmack und das feste, fast grätenfreie Fleisch machen ihn bei Einheimischen und Besuchern gleichermaßen beliebt.

Neben dem Felchen zählt auch der Kretzer zu den typischen Fischen der Region. Dabei handelt es sich um Flussbarsch oder Zander, die im klaren Wasser des Bodensees leben. Das weiße, zarte Filet eignet sich hervorragend zum Dünsten, Braten oder Paniert als Klassiker aus der Pfanne. In vielen Gasthöfen und Fischerhütten entlang des Ufers wird der Kretzer frisch und mit regionalen Beilagen wie Kartoffelsalat oder Butterlauch angeboten.

Doch nicht nur Fisch steht auf der Speisekarte – auch Fleischliebhaber kommen am Bodensee auf ihre Kosten. Traditionelle Bauernschmausse mit Rind, Schwein oder Wild runden das kulinarische Angebot ab. Doch bleibt der Fisch unbestritten der Star: Gerade im Herbst, zur Saison der Felchenfänge, ziehen es viele Besucher vor, einmal „wie die Alten“ zu essen – direkt vom Boot auf den Teller.

Ob im feinen Restaurant oder in der urigen Fischerstube: Eine Mahlzeit am Bodensee ohne frischen Fisch ist fast schon undenkbar. Wer die Region besucht, sollte auf jeden Fall einen Blick auf die Tageskarte werfen – meist steht dort etwas mit Felchen oder Kretzer drauf.

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