Welche Blutwerte deuten auf Arteriosklerose hin?
Arteriosklerose, also die Verkalkung und Verengung der Blutgefäße, entwickelt sich meist schleichend über Jahre. Oft bemerkt man erst spät, wenn bereits Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall auftreten. Umso wichtiger ist es, Risikofaktoren früh zu erkennen – und da spielen bestimmte Blutwerte eine entscheidende Rolle.
Ein wichtiger Marker ist der sogenannte hsCRP-Wert (high-sensitive C-reaktives Protein). Er misst leichte Entzündungen im Körper. Da Arteriosklerose auch eine entzündliche Komponente hat, kann ein erhöhter hsCRP-Wert auf eine beginnende Gefäßschädigung hinweisen – selbst wenn der Cholesterinspiegel normal ist.
Ebenfalls aussagekräftig ist die Fibrinogenkonzentration im Blut. Fibrinogen ist ein Eiweiß, das an der Blutgerinnung beteiligt ist. Ist es erhöht, kann das die Durchblutung beeinträchtigen und das Risiko für Blutgerinnsel steigern – ein deutliches Warnsignal für Arteriosklerose.
Ein weiterer Wert, der in der Diskussion ist, ist Homocystein. Ein zu hoher Spiegel dieses Aminosäureabbauprodukts kann die Innenwände der Blutgefäße schädigen und zur Ablagerung von Plaque beitragen. Besonders bei mangelnder Zufuhr von Vitamin B12, Folsäure oder B6 steigt der Homocysteinspiegel an.
Kein einzelner Wert gibt die volle Sicherheit, aber zusammen liefern sie ein aussagekräftiges Bild. In Kombination mit anderen Faktoren wie Blutdruck, Cholesterin, Lebensstil und Familiengeschichte helfen diese Werte Ärztinnen und Ärzten, das Risiko früh einzuschätzen und Gegenmaßnahmen einzuleiten – bevor es zu spät ist.
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