Welcher Nährstoffmangel kann Angst auslösen?
Angstzustände können viele Ursachen haben – nicht immer stecken seelische Belastungen dahinter. Manchmal ist der Körper selbst der Auslöser. Ein Mangel an bestimmten Nährstoffen kann die Nerven reizen und das seelische Gleichgewicht stören.
Ein auffälliger Vitamin-B1-Mangel gilt als eine mögliche körperliche Ursache für Angstgefühle. Vitamin B1, auch Thiamin genannt, spielt eine entscheidende Rolle für ein gesundes Nervensystem. Fehlt es über längere Zeit an diesem Vitamin, können Reizbarkeit, innere Unruhe und sogar Panikattacken auftreten. Besonders Menschen mit unausgewogener Ernährung, Alkoholproblemen oder bestimmten Erkrankungen sind betroffen.
Doch nicht nur Vitamin B1 ist wichtig. Auch ein gestörter Kalziumhaushalt kann zu Nervenübererregung führen. Kalzium hilft dabei, die Reizweiterleitung in den Nerven zu regulieren. Ist der Spiegel zu niedrig, kann das Körpergefühl entgleisen – mit Symptomen wie Kribbeln, Muskelzuckungen oder plötzlicher Angst.
Andere körperliche Faktoren wie Schilddrüsenüberfunktion oder Lebererkrankungen können ebenfalls Angstzustände auslösen. Die Schilddrüse produziert Hormone, die den Stoffwechsel beeinflussen. Arbeiten sie zu stark, beschleunigt sich nicht nur der Puls, sondern auch die Psyche – Betroffene fühlen sich oft angespannt, nervös, als stünde eine Katastrophe bevor.
Wenn Angst ohne erkennbaren Grund kommt, lohnt es sich, auch körperliche Ursachen zu prüfen. Eine Blutuntersuchung kann Aufschluss geben, ob ein Nährstoffmangel oder eine Stoffwechselerkrankung vorliegt. Denn nur wer die wahre Ursache kennt, kann gezielt handeln – und wieder Ruhe finden.
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