Sport und Bewegung bei pulmonaler Hypertonie: Was ist erlaubt?

Die Diagnose Lungenhochdruck (pulmonale Hypertonie) war lange Zeit mit dem ärztlichen Rat verbunden, jegliche körperliche Anstrengung konsequent zu vermeiden. Heute weiß man jedoch, dass ein angepasstes, moderates Training die Lebensqualität und die körperliche Leistungsfähigkeit von Betroffenen spürbar verbessern kann. Das Geheimnis liegt in der richtigen Intensität.

Gut geeignet ist vor allem moderate Bewegung im aeroben Bereich, bei der das Herz-Kreislauf-System nicht überlastet wird. Regelmäßige Spaziergänge an der frischen Luft stärken die Ausdauer und lassen sich flexibel in den Alltag integrieren. Auch ein gemäßigtes Fahrradergometer-Training bietet eine hervorragende Möglichkeit, die Beinkraft kontrolliert zu trainieren, da der Widerstand exakt auf das individuelle Leistungsniveau eingestellt werden kann.

Neben dem Ausdauertraining spielen Kraft und Flexibilität eine wichtige Rolle. Leichte Kräftigungsübungen – am besten mit dem eigenen Körpergewicht oder leichten Bändern – helfen, dem Muskelabbau entgegenzuwirken. Ergänzend dazu können ausgewählte Yogaübungen dabei helfen, die Atmung zu regulieren, den Körper zu dehnen und gleichzeitig mentalen Stress abzubauen. Atemübungen (Pranayama) unterstützen zudem die Ökonomisierung der Atmung.

Wichtiger Sicherheitshinweis: Jede sportliche Aktivität muss zwingend im Vorfeld mit dem behandelnden Kardiologen oder Pulmologen abgesprochen werden. Ein Training bis zur völligen Erschöpfung, Pressatmung oder plötzliche Höchstbelastungen sind absolut tabu. Betroffene sollten stets auf die Signale ihres Körpers hören und das Training bei Schwindel, Atemnot oder Brustschmerzen sofort abbrechen. Ideal ist ein Einstieg über spezielle, medizinisch betreute Lungensportgruppen.

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