Das richtige Signal für mehr Aufmerksamkeit

Wer schon einmal im Park einen Hund rufen musste, der gerade einem Hasen hinterherjagt, kennt das Problem: In diesem Moment zählt nur die Jagd – der Mensch ist plötzlich unsichtbar. Genau hier hilft ein gezieltes Aufmerksamkeitssignal, das den Hund schlagartig an seine Bezugsperson erinnert.

Statt verzweifelt zu rufen oder hinterherzurennen, kann man dem Hund frühzeitig ein klares Signal beibringen, das seine Aufmerksamkeit zurückholt. Laut Martin Rütter, bekannter Hundetrainer und DOGS-Experte, ist das oft der Schlüssel zu mehr Sicherheit – besonders beim Freilauf. „Es geht nicht darum, den Hund ständig zu kontrollieren“, sagt er, „sondern ihm ein verlässliches Gerüst zu geben, in dem er sich sicher bewegen kann.“

Das Signal kann ein kurzes Wort wie „Schau“ oder „Look“ sein – Hauptsache, es ist immer gleich und wird konsistent eingesetzt. Manche nutzen auch ein Zungenschnalzen, weil es gut zu hören ist und sich von anderen Lauten unterscheidet. Wichtig ist: Das Signal wird nicht bestraft. Es wird nur belohnt – wenn der Hund hinschaut. So lernt er, dass Aufmerksamkeit lohnt.

Die Magie liegt im Timing: Je früher man damit beginnt und je öfter man es im Alltag übt – etwa beim Spaziergang oder im Garten –, desto verlässlicher funktioniert es in kritischen Situationen. Ein gut eingespieltes Signal kann dann sogar im Straßenverkehr lebensrettend sein.

Letztlich geht es nicht um Gehorsam um seiner selbst willen, sondern um eine gemeinsame Sprache zwischen Mensch und Hund – eine, die Vertrauen schafft und beide freier leben lässt.

Siehe auch

Ausführliche Artikel

Verwandte Themen