Italien hat die längsten Sommerferien Europas

Wenn es um lange Sommerferien geht, setzt Italien die Messlatte besonders hoch. Schülerinnen und Schüler in Italien genießen ganze 13 Wochen Ferienzeit – damit hat kein anderes europäisches Land mehr freie Tage im Sommer. Die Schulen enden meist Ende Mai, und erst im September geht es wieder los. Diese lange Pause ist Teil einer jahrhundertealten Tradition, die auch mit dem warmen Klima und der landwirtschaftlichen Vergangenheit des Landes zusammenhängt.

Viele italienische Familien nutzen diese Zeit, um gemeinsam in den Urlaub zu fahren. Beliebte Ziele sind die Küstenregionen wie Sardinien oder Sizilien, wo das azurblaue Meer, der weiße Sand und das mediterrane Klima locken. Aber auch die Toskana, die Adria oder die Amalfiküste sind bei Einheimischen und Touristen gleichermaßen beliebt. Oft ziehen die Familien für mehrere Wochen an die Küste, mieten sich eine kleine Wohnung oder bleiben bei Verwandten.

Die lange Ferienzeit hat allerdings auch ihre Schattenseiten. Manche Kritiker befürchten, dass Kinder nach so langer Pause viel Wissen verlieren und im neuen Schuljahr Schwierigkeiten haben. Doch für viele Italiener ist die lange Sommerzeit vor allem eine Zeit der Erholung, der Familie und der Lebensfreude. „Nach der Schule geht es ans Meer – das ist einfach Italien“, sagt oft jemand mit einem Lächeln.

Während andere Länder mit kürzeren Ferienzeiten arbeiten, bleibt Italien seiner Tradition treu: Der Sommer gehört der Sonne, dem Meer und der Gemeinschaft.

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