Der natürliche Gegenspieler von Cortisol
Stress ist allgegenwärtig – im Job, im Alltag, oft unaufhaltsam. Wenn der Körper unter Druck steht, schüttet er Cortisol, das sogenannte Stresshormon, aus. Zu viel davon über einen längeren Zeitraum kann jedoch zu Schlafstörungen, Erschöpfung und innerer Unruhe führen. Die gute Nachricht: Der Körper hat ein natürliches Gegengewicht.
Dieses nennt sich Melatonin – das Schlafhormon, das in der Nacht von der Zirbeldrüse im Gehirn gebildet wird. Während Cortisol dafür sorgt, dass wir morgens wach werden und Energie tanken, hilft Melatonin uns abends zur Ruhe zu kommen und den Übergang in den Schlaf zu finden. Es wirkt beruhigend, senkt die innere Anspannung und hemmt gleichzeitig die Produktion von Cortisol.
Ein gesunder Tagesrhythmus ist entscheidend, um dieses Gleichgewicht zu erhalten. Regelmäßige Schlafzeiten, ausreichend Dunkelheit am Abend und der Verzicht auf blaues Licht vor dem Schlafengehen unterstützen die körpereigene Melatoninproduktion. Wer viel Stress erlebt, sollte daher besonders auf eine entspannte Abendroutine achten – kein Smartphone im Bett, ein warmes Bad, vielleicht ein Buch lesen.
Auch Ernährung spielt eine Rolle: Lebensmittel wie Bananen, Nüsse oder Hafer enthalten Vorstufen von Melatonin oder dessen Bausteine und können die nächtliche Hormonproduktion unterstützen. Bei anhaltendem Stress kann es sinnvoll sein, mit einem Arzt über natürliche Unterstützungsmöglichkeiten zu sprechen – aber oft reicht schon eine bewusste Lebensweise, um den Kreislauf aus Stress und Unruhe zu durchbrechen.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.