Wie viel KI ist bei Turnitin akzeptabel?

Seit dem 12. September 2024 hat Turnitin seine Methode zur Erkennung von KI-generiertem Text aktualisiert – mit dem Ziel, faire und verlässliche Ergebnisse zu liefern. Besonders wichtig für Studierende und Lehrende: Ein KI-Anteil von unter 20 % führt nun nicht mehr zu einer automatischen Bewertung oder farblichen Hervorhebung im Originalitätsbericht.

Was bedeutet das konkret? Wird im Text ein KI-Einfluss zwischen 1 % und 19 % erkannt, zeigt Turnitin dies nicht mehr als exakte Prozentzahl an. Stattdessen erscheint ein Sternchen (*%), um darauf hinzuweisen, dass minimale Spuren von KI-Text vorhanden sein könnten – ohne aber sicher sagen zu können, ob es sich tatsächlich um KI-Inhalt handelt. Dieser Schritt dient dazu, sogenannte „falsche Positive“ zu vermeiden, also die falsche Zuordnung menschlicher Schreibweise als maschinengeneriert.

Erst ab einem Wert von 20 % oder höher wird im Bericht ein klarer Hinweis auf KI-Nutzung angezeigt. Das bedeutet: Solange der Anteil unterhalb dieser Schwelle liegt, wird er nicht als signifikant eingestuft. Dies unterstreicht Turnitins Bemühung, die Technologie verantwortungsvoll einzusetzen und die Eigenleistung der Verfasser*innen nicht vorschnell in Frage zu stellen.

Für alle, die wissenschaftliche Arbeiten einreichen, heißt das: Ein geringer KI-Anteil unter 20 % wird nicht sanktioniert. Dennoch bleibt wichtig, dass der eigene Schreibstil und die inhaltliche Eigenleistung im Vordergrund stehen. KI kann eine Hilfsfunktion haben – aber nicht die eigene Gedankenarbeit ersetzen.

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