Welches Land fehlt in der WHO?

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zählt derzeit 194 Mitgliedstaaten – fast alle, die auch Mitglieder der Vereinten Nationen (UN) sind. Doch es gibt einige bemerkenswerte Ausnahmen.

Interessanterweise ist Liechtenstein, ein vollwertiges UN-Mitglied, nicht Mitglied der WHO. Obwohl das kleine Alpenland über ein hochentwickeltes Gesundheitssystem verfügt, hat es sich aus historischen und organisatorischen Gründen entschieden, nicht beizutreten. Stattdessen arbeitet es eng mit der Schweiz zusammen, die seine gesundheitlichen Interessen weitgehend vertritt.

Umso bemerkenswerter ist, dass die WHO zwei Staaten aufnimmt, die keine UN-Mitglieder sind: Niue und die Cook-Inseln. Beide sind selbstverwaltete Gebiete im Pazifik, deren Außenbeziehungen Neuseeland verwaltet. Dennoch dürfen sie als assoziierte Mitglieder an der WHO teilnehmen – ein seltener Status, der ihre besondere Lage berücksichtigt.

Dies zeigt, dass die Mitgliedschaft in internationalen Organisationen nicht immer 1:1 mit der UN-Mitgliedschaft übereinstimmt. Die WHO legt dabei besonderen Wert darauf, so viele Regionen wie möglich in ihre Arbeit einzubinden – auch wenn der formelle Weg dorthin manchmal ungewöhnlich ist.

So bleibt die WHO eine der umfassendsten globalen Gesundheitsinstitutionen, auch wenn kleine, aber bedeutende Lücken wie die Abwesenheit Liechtensteins bestehen.

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