Der Teufel ist ein Eichhörnchen – Woher kommt dieser Ausdruck?

Der Ausdruck „Der Teufel ist ein Eichhörnchen“ klingt seltsam – doch er hat tiefere Wurzeln in der Volkskultur und Aberglauben des Mittelalters. Damals wurden Eichhörnchen oft mit übernatürlichen Kräften in Verbindung gebracht, nicht zuletzt wegen ihres auffälligen Verhaltens.

Warum ausgerechnet das Eichhörnchen? Diese Tiere bewegen sich mit erstaunlicher Geschwindigkeit und Wendigkeit – sie springen von Baum zu Baum, klettern sogar kopfüber abwärts und scheinen fast schwerelos zu sein. Für Menschen damals, die die Natur noch nicht wissenschaftlich verstanden, wirkte das fast wie Zauberei. Solche unnatürlichen Fähigkeiten wurden leicht mit dem Übernatürlichen, mit dem Bösen – also mit dem Teufel – verknüpft.

Im Mittelalter war es nicht ungewöhnlich, raffinierte oder schwer erklärliche Tiere symbolisch mit dem Teufel zu assoziieren. Die Eichhörnchen, so flink und doch so schwer zu fangen, galten als listig, fast teuflisch. Manche glaubten sogar, sie seien Verkörperungen böser Geister oder Dämonen, die im Wald hausen.

Der Spruch lebt bis heute fort – meist scherzhaft gebraucht, wenn jemand besonders flink verschwindet oder eine unerwartete, raffinierte Aktion vollführt. Doch hinter dem Witz steckt eine längst vergessene Weltanschauung, in der das Alltägliche oft einen mystischen Schatten warf.

So wird aus einem kleinen Waldtier plötzlich ein Symbol – und aus einem Spruch ein kleines Fenster in die Vergangenheit.

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