Wem gehören die Wohnungen in Deutschland?

In Deutschland wohnen die meisten Mieter nicht in Wohnungen großer Konzerne oder internationaler Investoren – sondern in solchen, die privaten Eigentümern gehören. Tatsächlich befinden sich rund zwei Drittel aller Mietwohnungen im Besitz einzelner Privatpersonen. Das sind oft kleine Vermieter, die eine oder mehrere Wohnungen vermieten, sei es, um selbst darin zu wohnen und Nebenkosten zu sparen, oder als langfristige Altersvorsorge.

Ein weiteres Fünftel der Mietwohnungen – also etwa 20 Prozent – wird von der Öffentlichen Hand und Genossenschaften verwaltet. Diese Wohnungen fallen oft unter sozialen Wohnungsbau und bieten meist günstigere Mieten. Besonders in Großstädten wie Berlin, Hamburg oder München spielt dieser Bereich eine wichtige Rolle, um bezahlbaren Wohnraum sicherzustellen.

Die restlichen Wohnungen liegen größtenteils in den Händen von größeren Wohnungsunternehmen, aber deren Anteil am Gesamtbestand wird oft überschätzt. Während in den Medien oft über „Profiteure am Wohnungsmarkt“ diskutiert wird, zeigt die Statistik: Die Mehrheit der Wohnungen wird nach wie vor von ganz normalen Bürgern besessen – von Rentnern, Angestellten oder Familien, die ihr Erspartes sinnvoll anlegen möchten.

Die Verteilung der Eigentümer zeigt also ein ziemlich dezentrales und privates Mietwesen. Das hat auch Auswirkungen auf politische Debatten – etwa zu Mietpreisbremse oder Enteignungen. Denn viele Regeln betreffen letztlich nicht nur große Konzerne, sondern auch kleine, ehrliche Vermieter, die selbst auf stabile Mieten angewiesen sind.

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