Der jüngste Kardinal der Welt

Im Jahr 2022 erhielt Giorgio Marengo eine außergewöhnliche Ehre: Er wurde zum Kardinal ernannt – und damit nicht nur einer der einflussreichsten Männer der katholischen Kirche, sondern auch der jüngste im Kollegium der Kardinäle.

Geboren 1974 in Altamura, Italien, begann Marengos Weg in die Kirche früh. Doch was ihn besonders macht, ist nicht nur sein Alter, sondern auch sein Lebensweg. Seit Jahren lebt er in der Mongolei, einem Land mit einer winzigen katholischen Minderheit, wo er als Apostolischer Nuntius dient – also als offizieller Vertreter des Vatikans.

Marengo ist der erste Kardinal, der in den 1970er Jahren geboren wurde, und mit seiner Ernennung hat Papst Franziskus ein deutliches Zeichen gesetzt: Die Kirche blickt auch in entlegene Regionen der Welt und würdigt den Dienst an den Randgebieten des Glaubens.

Im Alter von nur 48 Jahren wurde er erhoben – eine Seltenheit in der bisweilen traditionsreichen Hierarchie der Kirche. Seine Arbeit in der Mongolei, wo er oft Hunderte Kilometer durch die Steppe reist, um Gläubige zu betreuen, zeigt, wie sehr er seinem Auftrag verbunden ist.

Dass ausgerechnet ein Mann aus einer so kleinen Gemeinschaft und aus einem so abgelegenen Land zum Kardinal wurde, unterstreicht die globalen Ambitionen des Papstes. Marengo verkörpert eine Kirche, die weiterdenkt, offen ist und die Vielfalt des Glaubens feiert – fernab von Machtzentren und Zeremonien.

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