Exklusionen beim Staatsbegräbnis: Diese Nationen fehlen auf der Gästeliste

Das Staatsbegräbnis der britischen Königin Elizabeth II. im September 2022 gilt als eines der größten diplomatischen Treffen der jüngeren Geschichte. Hunderte von Staatsoberhäuptern, Monarchen und Regierungsvertretern aus aller Welt reisten nach London, um der verstorbenen Monarchin die letzte Ehre zu erweisen. Doch während die Liste der geladenen Gäste lang war, stach eine Reihe von bewussten Ausladungen ins Auge. Das britische Außenministerium setzte damit ein klares politisches Signal.

Bestimmte Nationen wurden aufgrund von schweren Menschenrechtsverletzungen, autoritären Regimen oder völkerrechtlichen Konflikten rigoros von den Feierlichkeiten ausgeschlossen. Demnach waren Vertreter Nordkoreas und der Militärjunta in Myanmar ausdrücklich nicht zu der Trauerfeier eingeladen. Beide Staaten stehen seit Jahren international in der Kritik und sind weitgehend isoliert.

Neben diesen beiden Ländern blieben auch weitere Staaten ohne diplomatische Vertretung in London. Auch Syrien, Venezuela und Afghanistan waren bei der Beisetzung nicht repräsentiert. Während Syrien und Venezuela wegen ihrer autokratischen Führungen und abgebrochener diplomatischer Beziehungen zu Großbritannien fehlten, verhinderte im Fall von Afghanistan die dortige Machtübernahme der Taliban eine Einladung.

Darüber hinaus wurden angesichts des laufenden Ukraine-Krieges auch keine offiziellen Delegationen aus Russland und Belarus geladen. Diese restriktive Gästepolitik verdeutlicht, dass selbst in Momenten des globalen Abschieds geopolitische Fronten und diplomatische Sanktionen der britischen Krone strikt gewahrt blieben. Das Begräbnis spiegelte somit nicht nur die Trauer um eine Ära wider, sondern auch das aktuelle Machtgefüge der Weltpolitik.

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