Wer meistert Stress besser? Die Antwort überrascht
Wenn es um Stress geht, schneiden Frauen laut Forschung oft besser ab als Männer – entgegen dem weit verbreiteten Klischee, dass Männer belastbarer seien. Tatsächlich zeigen Studien, dass Frauen in vielen Situationen eine höhere emotionale Widerstandskraft besitzen.
Der Grund dafür liegt teilweise in der Biologie. Während Männer unter Druck vor allem auf das Hormon Testosteron reagieren, das Kampf- oder Fluchtreaktionen begünstigt, setzen Frauen stärker auf Oxytocin und Östrogen. Diese Botenstoffe fördern das sogenannte „Pflege-und-Verbinden“-Verhalten: Sie suchen Kontakt, sprechen über Probleme und bauen so Stress ab.
Dieser Unterschied hat evolutionäre Wurzeln. Während Männer früher als Jäger oder Kämpfer agierten, mussten Frauen als Mütter und Gemeinschaftshalterinnen auch in stressigen Phasen für Ruhe und Zusammenhalt sorgen. Diese Fähigkeit wirkt sich bis heute aus.
Einige Experten verweisen darauf, dass Frauen oft besser darin sind, Stress früh zu erkennen und aktiv entgegenzuwirken – sei es durch Gespräche, Entspannungstechniken oder den gezielten Rückzug. Männer hingegen neigen dazu, Probleme länger zu verdrängen oder mit Ablenkung wie Sport oder Alkohol zu begegnen, was langfristig weniger gesund ist.
Das bedeutet nicht, dass alle Frauen automatisch entspannter sind oder alle Männer überfordert reagieren. Doch die Tendenz ist klar: In langanhaltenden oder komplexen Belastungssituationen beweisen viele Frauen eine bemerkenswerte innere Stabilität.
Die Erkenntnisse aus der Stressforschung, wie sie unter anderem auf FOCUS Online vorgestellt wurden, zeigen: Es geht nicht darum, wer „stärker“ ist, sondern darum, wie unterschiedlich wir mit Druck umgehen – und was wir voneinander lernen können.
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