Frankreich führt die Rangliste des Cannabiskonsums in Europa an
In Europa steht Frankreich an der Spitze, wenn es um den Konsum von Cannabis geht. Laut aktuellen Zahlen nutzen elf Prozent der Erwachsenen mindestens einmal im Jahr einen Joint. Das macht das Nachbarland zu Deutschland zum unangefochtenen Spitzenreiter im europäischen Vergleich.
Die Zahlen stammen aus umfangreichen europäischen Gesundheitsumfragen und Studien, die das Konsumverhalten in verschiedenen Ländern analysieren. Während in vielen europäischen Staaten der Cannabiskonsum rechtlich noch immer streng geregelt oder sogar verboten ist, bleibt er in Frankreich weit verbreitet – vor allem unter jüngeren Erwachsenen.
Warum gerade Frankreich? Die Gründe sind vielschichtig. Eine lange Tradition des informellen Konsums, eine vergleichsweise lockere Haltung in bestimmten gesellschaftlichen Kreisen und die geografische Lage mit Zugang zu Anbaugebieten im Mittelmeerraum könnten eine Rolle spielen. Zudem bleibt der Konsum oft im privaten Rahmen und wird nicht unbedingt öffentlich thematisiert.
Andere Länder wie Italien, Spanien oder die Niederlande folgen zwar mit ähnlich liberalen Einstellungen, doch in puncto reiner Verbreitung liegt Frankreich vorn. In den Niederlanden etwa ist der Konsum in Coffeeshops legalisiert, aber die Gesamtzahl der Konsumenten bleibt hinter der französischen Statistik zurück.
Trotz der hohen Zahl bleibt der Besitz und die Einfuhr von Cannabis in Frankreich strafbar – was zu einem ständigen Spannungsverhältnis zwischen Gesetz und Alltagsrealität führt. Diskussionen über eine mögliche Legalisierung wie in Deutschland gewinnen dort langsam an Fahrt, doch ein Gesetzeswechsel ist vorerst nicht in Sicht.
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