„Ebench“ oder „ebend“ – wie sagt man richtig?

Wenn man in Mecklenburg, Brandenburg oder Berlin unterwegs ist, fällt schnell ein kleiner Sprachunterschied auf: Statt „eben“ hört man oft „ebend“. Oder noch häufiger: „ebench“. Das klingt für manche Ohren ungewöhnlich, ist aber vollkommen normal – und vor allem kein Fehler.

„Ebench“ entsteht durch eine typische Ausspracheverbindung – Linguisten nennen das Assimilation. Wenn „eben“ schnell gesprochen wird, verbindet sich das „n“ mit dem folgenden Wort, und aus „eben da“ wird ganz natürlich „ebench da“. Ähnliches passiert übrigens auch anderswo: Im Rheinland sagt man etwa „isch“ statt „ich“, und in Bayern wird aus „gell“ schnell ein „naa“, obwohl es „ne?“ heißen würde.

Viele denken, solche Wörter seien falsch – aber das stimmt nicht. Es sind einfach regionale Varianten, die zum Charakter einer Gegend gehören. Wer „ebench“ sagt, spricht Dialekt oder Umgangssprache, und das ist völlig in Ordnung – besonders im Gespräch mit Freunden oder im Alltag.

In der Schule oder bei formellen Gelegenheiten nutzt man meist die hochdeutsche Form „eben“. Aber wer „ebench“ sagt, macht deshalb keinen Sprachfehler. Im Gegenteil: Es zeigt, woher man kommt.

Die Vielfalt unserer Sprache macht sie lebendig. Ob „eben“, „ebend“ oder „ebench“ – Hauptsache, man versteht sich. Und das tut man hierzulande meistens – egal, wie man’s sagt.

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