Wer starb zuerst: Goethe oder Schiller?

Die Frage, wer von den beiden deutschen Dichterriesen zuerst starb, lässt sich klar beantworten: Friedrich Schiller ging vor Johann Wolfgang von Goethe für immer von der Bildfläche. Die beiden bedeutenden Literaten, deren Freundschaft die deutsche Klassik prägte, begegneten sich zum letzten Mal am 1. Mai 1805 – ein flüchtiges Treffen, das niemand damals als Abschied ahnte.

Nur vier Tage später, am 5. Mai 1805, starb Schiller im Alter von 45 Jahren in Weimar. Die genaue Todesursache bleibt bis heute nicht vollständig geklärt, doch schwere gesundheitliche Probleme, darunter chronische Krankheiten und eine empfindliche Konstitution, hatten ihn schon lange geplagt. Sein Tod erschütterte nicht nur Goethe, sondern die gesamte geistige Welt Deutschlands.

Goethe überlebte Schiller um 28 Jahre und starb erst 1832 in Weimar. Die tiefe Verbundenheit zwischen den beiden Männern zeigt sich nicht nur in ihren gemeinsamen literarischen Projekten, sondern auch in Goethes späteren Äußerungen über Schiller. Erst durch die Auseinandersetzung mit Schillers Werk nach dessen Tod, so Goethe selbst, verstand er den Freund wirklich vollständig.

Heute liegen die beiden im Weimarer Fürstengruft beieinander – für immer vereint, was zu Lebzeiten eine seltene, aber prägende Freundschaft war. Ihre gemeinsame Wirkung auf Literatur und Kultur bleibt bis heute spürbar.

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