Wer zahlt die Gebühren bei einer Auslandsüberweisung?
Wenn Sie Geld ins Ausland überweisen, fragen Sie sich vielleicht: Wer trägt eigentlich die Kosten? Die Antwort ist nicht immer einfach, denn es hängt von mehreren Faktoren ab. Grundsätzlich können die Bankgebühren entweder vom Auftraggeber (also Ihnen) oder vom Begünstigten (dem Empfänger) getragen werden – oder auch aufgeteilt werden.
Wichtig zu wissen: Nicht nur Ihre eigene Bank berechnet Gebühren, sondern auch Banken unterwegs – sogenannte Korrespondenzbanken. Diese können fremde Entgelte verlangen, die oft erst nachträglich in Rechnung gestellt werden. Das bedeutet: Selbst wenn Sie glauben, alle Kosten bereits bezahlt zu haben, kann es Wochen später noch eine Nachbelastung geben.
Wenn Sie bei der Überweisung nichts anderes angeben, gilt in der Regel die Regelung: Inländische Gebühren (von Ihrer Bank) zahlen Sie als Absender. Die ausländischen Gebühren – also jene der empfangenden Bank oder Zwischenbanken – gehen zulasten des Empfängers. Das kann dazu führen, dass der Begünstigte weniger erhält, als Sie überwiesen haben.
Möchten Sie vermeiden, dass der Empfänger zusätzliche Kosten trägt, können Sie bei Ihrer Bank wählen: "Alle Gebühren vom Auftraggeber". Dann zahlen Sie alles – dafür erhält der Begünstigte den vollen Betrag. Der Nachteil: Die Gesamtkosten können dadurch deutlich höher sein.
Tipp: Informieren Sie sich vor der Überweisung bei Ihrer Bank über die genauen Entgelte. So vermeiden Sie böse Überraschungen – besonders bei grenzüberschreitenden Zahlungen, wo verschiedene Banken im Hintergrund beteiligt sind.
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