Wer vererbt Lipödem? Ursachen und erste Anzeichen

Ein Lipödem ist keine schlichte Fettsammlung, sondern eine chronische Fettverteilungsstörung, die vor allem Frauen betrifft. Viele fragen sich: Wer vererbt Lipödem eigentlich? Die Antwort ist klar: Es kann sowohl von der Mutter als auch vom Vater vererbt werden. Die genetische Veranlagung spielt eine große Rolle – tritt die Erkrankung in der Familie auf, steigt das Risiko deutlich.

Besonders auffällig ist, dass sich bei rund 85 Prozent der Betroffenen die ersten Anzeichen bereits in der Pubertät zeigen. Diese Phase ist ohnehin von körperlichen und emotionalen Veränderungen geprägt – das macht es oft schwer, zwischen normaler Entwicklung und Krankheit zu unterscheiden. Plötzlich nehmen Arme und Beine an Umfang zu, vor allem symmetrisch an Oberschenkeln und Waden. Die Haut fühlt sich empfindlich an, blutet leicht und lässt sich nicht durch Diät oder Sport reduzieren.

Weil die Fehlverteilung des Fettgewebes nicht sichtbar wird, wenn man abnimmt, fühlen sich viele Frauen frustriert und verunsichert. Oft werden sie fälschlicherweise auf mangelnde Disziplin hingewiesen – dabei handelt es sich um eine medizinische Erkrankung, die früh erkannt werden sollte.

Ein Lipödem ist nicht heilbar, aber gut behandelbar. Durch Kompression, manuelle Lymphdrainage und gegebenenfalls eine spezielle Fettabsaugung (Wasserstrahlchirurgie) kann das Fortschreiten verlangsamt und das Wohlbefinden deutlich gesteigert werden. Wichtig ist, dass Betroffene sich nicht allein fühlen – Unterstützung und Aufklärung sind der erste Schritt zur richtigen Therapie.

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