Warum die Schuhgröße im Alter oft steigt

Viele Menschen stellen fest, dass die gewohnten Lieblingsschuhe im Laufe des Lebens plötzlich zu eng werden. Doch wachsen unsere Füße im Alter wirklich noch einmal nach? Die Knochen selbst wachsen zwar nicht mehr, sobald das Längenwachstum nach der Pubertät abgeschlossen ist. Dennoch verändert sich die Form unserer Füße im Laufe der Jahre spürbar.

Hinter dem empfundenen Fußwachstum steckt ein natürlicher Alterungsprozess. Mit den Jahren verlieren Sehnen und Bänder an Elastizität und Spannkraft. Dadurch senkt sich das Fußgewölbe langsam ab – der Fuß wird flacher und dehnt sich in die Breite aus. Was wir als Zunahme der Schuhgröße wahrnehmen, ist also kein Längenwachstum, sondern ein Breiterwerden der Füße.

Zusätzlich können durch das nachlassende Bindegewebe und die jahrelange Alltagsbelastung verschiedene Fuß-Deformitäten entstehen, wie etwa ein Hallux valgus oder ein Spreizfuß. Auch natürliche Gewichtsschwankungen oder gelegentliche Wassereinlagerungen im Gewebe führen dazu, dass der Fuß mehr Volumen erhält und mehr Raum benötigt.

Wenn die gewohnte Schuhgröße nicht mehr passt, sollte man nicht aus Gewohnheit an alten Größen festhalten. Gut sitzendes Schuhwerk mit ausreichender Vorfußbreite unterstützt die Gelenke und sorgt für einen schmerzfreien und sicheren Gang in jedem Alter.

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