Was passiert, wenn man mit dem Rauchen aufhört und zum Dampfen wechselt?

Wenn du vom klassischen Zigarettenrauchen auf das Dampfen mit E-Zigaretten umsteigst, reduzierst du deine Belastung durch viele der gefährlichsten Schadstoffe, die im Tabakrauch enthalten sind. Zigarettenrauch enthält Tausende von chemischen Substanzen, darunter Hunderte giftige und über 70 krebserregende Stoffe. Das allein ist ein wichtiger Schritt für die Gesundheit deiner Lunge.

Deine Lunge beginnt tatsächlich, sich zu regenerieren, sobald du mit dem Rauchen aufhörst. Makrophagen – also körpereigene Zellen des Immunsystems – können sich wieder effektiver von Ruß und Teer befreien, und die Flimmerhärchen in den Atemwegen beginnen, sich zu erholen. Das verbessert die Reinigung der Atemwege und kann die Atemfunktion langsam wieder steigern.

Trotzdem ist das Dampfen nicht risikofrei. E-Zigaretten enthalten zwar kein Tabak, aber viele der in der Dampflüssigkeit verwendeten Chemikalien – wie bestimmte Aromastoffe oder Trägerstoffe wie Propylenglykol und pflanzliches Glycerin – können bei längerer Einwirkung die Lunge reizen oder in seltenen Fällen sogar zu schweren Schäden führen. Besonders unbekannt sind bisher die langfristigen Folgen – etwa die mögliche Krebsgefahr – durch das Einatmen dieser Substanzen über viele Jahre.

Ein Wechsel zum Dampfen kann also ein Schritt in die richtige Richtung sein, besonders für Raucher, die bisher keinen anderen Weg zum Aufhören gefunden haben. Doch das Ziel sollte langfristig immer sein, vollständig auf Nikotin zu verzichten. Denn auch Nikotin ist suchterzeugend und wirkt auf das Herz-Kreislauf-System. Wer gesünder leben will, sollte nicht nur das Rauchen, sondern auch das Dampfen als Zwischenstufe betrachten – nicht als Dauerlösung.

Siehe auch

Ausführliche Artikel

Verwandte Themen