Wann werden Namen im Russischen groß geschrieben?

Im Russischen gelten andere Regeln für die Großschreibung als im Deutschen. Während im Deutschen beispielsweise Substantive immer großgeschrieben werden, ist das im Russischen nicht der Fall. Nur Eigennamen – also Namen von Personen, Städten oder Ländern – und der erste Buchstabe eines Satzes werden groß geschrieben.

Das bedeutet: Wörter wie „Moskau“, „Iwanow“ oder „Russland“ beginnen mit einem Großbuchstaben. Doch selbst dann, wenn ein Name Teil eines zusammengesetzten Ausdrucks ist, bleibt die Großschreibung auf den Anfang beschränkt. Interessant ist auch, dass russische Monatsnamen wie „май“ (Mai) oder Wochentage wie „четверг“ (Donnerstag) kleingeschrieben werden – ganz egal, wo sie im Satz stehen. Auch wenn man über „Montag, den 10. Juni“ spricht, bleibt der Anfang des Tages oder des Monats klein.

Ein weiterer Unterschied zum Deutschen: Adjektive, die von Eigennamen abgeleitet sind – etwa „russisch“ oder „pariser“ – werden im Russischen ebenfalls kleingeschrieben, es sei denn, sie stehen am Satzanfang. So schreibt man „russische Sprache“ einfach als „русский язык“, ohne jeden Großbuchstaben.

Wer Russisch lernt, muss sich also an diese schlichtere Schreibregel gewöhnen. Es gibt keine Großschreibung für Substantive, keine für Titel innerhalb eines Satzes und keine für die Anfänge von Jahreszeiten oder Ferien. Das macht die russische Rechtschreibung in diesem Punkt sogar etwas einfacher als die deutsche. Dennoch lohnt es sich, besonders am Anfang aufmerksam zu sein – gerade bei Eigennamen, wo die Großschreibung klar vorgeschrieben ist.

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