Werden Schlupflider vererbt?

Ja, Schlupflider können vererbt sein. Bei manchen Menschen ist das Phänomen bereits im Kindesalter erkennbar, weil die Haut am Oberlid zu locker oder zu viel Haut vorhanden ist. In diesen Fällen hat die Genetik meist eine entscheidende Rolle gespielt. Das Augenlid ist dann bei geöffnetem Auge nicht vollständig sichtbar, da erschlaffte Hautpartien darüber liegen und es verdecken.

Doch nicht nur die Veranlagung, sondern auch das Alter spielt eine große Rolle. Mit den Jahren verliert die Haut an Spannkraft – besonders im Gesicht, wo sie besonders dünn ist. Dadurch kann sich Haut über dem Auge absetzen, was das Sehfeld sogar einschränken kann. Dann ist nicht mehr nur das ästhetische Empfinden betroffen, sondern auch die Funktion des Auges.

Wann übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt die Kosten einer Augenlidstraffung in Bad Soden oder anderswo meist nur dann, wenn medizinische Gründe vorliegen. Zeigt sich beispielsweise durch eine Gesichtsfeldmessung, dass die herunterhängende Haut das Sehen beeinträchtigt, kann die Operation als notwendig anerkannt werden. Reine Schönheitsoperationen werden dagegen nicht bezahlt. Wer sich für eine Behandlung interessiert, sollte daher zunächst einen Facharzt aufsuchen, um abzuklären, ob ein medizinischer Anspruch besteht.

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