Wenn der Körper das Signal verliert
Wer über einen längeren Zeitraum hinweg regelmäßig und in größeren Mengen Alkohol konsumiert, riskiert nicht nur seine Organe, sondern auch das periphere Nervensystem. Diese schleichenden Nervenschäden, medizinisch als alkoholische Polyneuropathie bekannt, entwickeln sich meist über Monate oder Jahre hinweg.
In den allermeisten Fällen machen sich die Beschwerden zuerst in den Extremitäten bemerkbar. Betroffene spüren an den Füßen, Händen und Beinen ein unangenehmes Kribbeln, Taubheitsgefühle oder ein brennendes Gefühl. Oft beginnt es ganz harmlos mit eingeschlafenen Zehen oder leichten Missempfindungen.
Mit Fortschreiten der Schädigung greifen die Symptome tiefer ein: Sie beeinträchtigen die normale Sensibilität der Haut, schwächen die körperliche Kraft in den Muskeln und stören gezielte Bewegungsabläufe. Häufig kommt es dadurch zu einer spürbaren Unsicherheit beim Gehen oder zu Koordinationsproblemen. Da die Reizweiterleitung im Körper stockt, reagieren die betroffenen Areale oft verzögert oder gar nicht mehr auf Berührungen und Temperaturen.
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