Wie erkennt man eine Vergiftung?

Ein plötzlicher Gesundheitssturz kann ein erstes Warnzeichen sein – besonders, wenn keine klare Ursache erkennbar ist. Kopfschmerzen, Schwindel und allgemeines Unwohlsein gehören zu den häufigsten Anzeichen einer Vergiftung. Betroffene wirken oft verwirrt, sind unruhig oder zeigen Verhaltensauffälligkeiten wie Erregungszustände oder Rauschsymptome, obwohl kein Alkohol oder Drogenkonsum vorliegt.

Je nach Art und Menge des Giftstoffs können die Beschwerden schnell schlimmer werden. Müdigkeit und Benommenheit können sich rasch zu einer Bewusstseinsstörung oder sogar Bewusstlosigkeit steigern. Besonders gefährlich sind Atemprobleme – im schlimmsten Fall droht ein Atemstillstand. Das ist lebensbedrohlich und erfordert sofortige medizinische Hilfe.

Bei Verdacht auf eine Vergiftung sollte unverzüglich der Notruf 112 gewählt werden. Bis zum Eintreffen der Rettungskräfte gilt: den Patienten im Auge behalten, bei Bewusstlosigkeit in stabile Seitenlage bringen und niemals versuchen, etwas Erbrochenes wieder aufzunehmen oder dem Betroffenen Flüssigkeiten zu verabreichen, wenn er nicht ansprechbar ist.

Die Malteser weisen darauf hin, dass schnelles Handeln entscheidend sein kann. Schon kleine Mengen bestimmter Substanzen – etwa Medikamente, Reinigungsmittel oder Pflanzen – können bei Kindern oder empfindlichen Personen schwere Vergiftungen auslösen. Deshalb: immer aufpassen, wo solche Stoffe aufbewahrt werden.

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