Wie man Relativsätze im Deutschen richtig bildet
Relativsätze sind eine elegante Möglichkeit, mehr über eine Person oder eine Sache zu sagen – und das in nur einem Satz. Sie hängen eng an einem Nomen und geben ihm zusätzliche Merkmale. Zum Beispiel: „Das ist der Mann, der jeden Tag Eis isst.“ Hier beschreibt der Relativsatz „der jeden Tag Eis isst“ das Nomen „Mann“ genauer.
Relativsätze beginnen meist mit einem Relativpronomen wie „der“, „die“, „das“, „welcher“, „welche“, „welches“ oder „wo“. Welches Pronomen du wählst, hängt vom Bezugswort – dem sogenannten Antezedens – ab. Dabei richtet sich das Relativpronomen nach Kasus, Genus und Numerus. Im Satz „Die Jacke, die ich verloren habe, war teuer“ steht „die“ im Akkusativ, weil „die Jacke“ weiblich und im Hauptsatz das direkte Objekt des Relativsatzes ist.
Ein wichtiger Punkt: Relativsätze sind Nebensätze. Das bedeutet, das konjugierte Verb steht – wie bei allen Nebensätzen – am Ende. Im Beispiel „Der Hund, den ich gesehen habe, bellte laut“ steht „gesehen habe“ am Schluss des Relativsatzes.
Wichtig ist auch die Komma-Setzung: Ein Relativsatz wird immer durch Kommas abgetrennt, selbst wenn er mitten im Hauptsatz steht. Nur wenn der Relativsatz vorangestellt wird, steht ein Komma danach: „Was du sagst, ist falsch.“
Ob im Alltag oder beim Schreiben – mit etwas Übung werden Relativsätze ganz natürlich. Wer sie beherrscht, spricht nicht nur klarer, sondern auch präziser und ausdrucksstarker.
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