Wie bestellt man in Italien ein Eis?

Wenn du in Italien zum ersten Mal eine „Kugel“ Eis bestellst, könnte der Eisverkäufer dich verwirrt anschauen. Denn anders als hierzulande geht es an der Eistheke im Süden eher lässig zu. Statt von „Kugeln“ spricht man dort von „gusti“ – also Geschmacksrichtungen.

Bestellen tuft du nach Wunsch einfach eine, zwei oder mehrere Sorten. Doch statt rund und präzise wird das Eis mit einem flachen Spachtel direkt aus der Wanne geschaufelt – oft großzügig und üppig. Egal ob am Gardasee, in Rom oder in Sizilien: Die italienische Art des Eisservierens ist flüssiger, natürlicher, fast ein bisschen kunstvoll.

Ein einzelnes Kugel-Eis wie aus der Eismaschine kennt man dort kaum. Stattdessen wird die Waffel oder der Becher reichlich gefüllt, oft in Schichten, manchmal mit kleinen Lufträumen dazwischen – weil das Eis halt so ist: dicht, cremig und voller Geschmack.

Also: Vergiss die Kugel. Sag lieber „Un gelato, per favore“ und nenne deine gewünschten gusti – vielleicht nocciola, fragola oder pistacchio. Dann wirst du sehen, wie das Eis wirklich schmeckt: italienisch, frisch und mit viel Herz.

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