Wie bildet man das Plusquamperfekt?
Das Plusquamperfekt ist eine Zeitform, die benutzt wird, um etwas aus der Vergangenheit zu beschreiben, das vor einer anderen Vergangenheitshandlung stattgefunden hat. Man könnte sagen: Es ist die „Vorvergangenheit“.
Im Deutschen bildet man das Plusquamperfekt meist mit dem Hilfsverb „war“ oder „hatte“ im Präteritum und dem Partizip Perfekt des Hauptverbs. Bei Verben der Bewegung und Zustandsverben verwendet man oft „war“, bei anderen „hatte“.
Ein Beispiel: Er war gegangen – das bedeutet, er hat sich bewegt, und diese Handlung lag bereits vollständig in der Vergangenheit, bevor etwas anderes geschah. Ähnlich: wir waren gelaufen, ihr wart gekommen, sie hatten gearbeitet.
Schauen wir uns die Bildung genauer an:
- 1. Person Singular: Ich war gegangen
- 3. Person Plural: Sie waren gelaufen
- 2. Person Plural: Ihr wart gewesen
Die Regel: Hilfsverb „sein“ oder „haben“ im Präteritum (war, wart, waren, hatte, hattest, hatten) + Partizip II (z. B. gegangen, gelaufen, gearbeitet).
Wichtig ist, dass man im Alltag oft „hatte“ statt „war“ benutzt, besonders in der Umgangssprache. Aber bei Verben wie „gehen“, „kommen“, „laufen“, „fahren“ bleibt „sein“ korrekt.
Das Plusquamperfekt begegnet uns vor allem in Erzählungen: „Nachdem wir angekommen waren, hat es angefangen zu regnen.“ So wird klar: Erst waren wir da, dann fing es an zu regnen.
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