Wie bildet man Relativsätze im Französischen?
Im Französischen verbindet man Hauptsatz und Nebensatz oft mit sogenannten Relativpronomen – auf Französisch les pronoms relatifs. Diese kleinen Wörter leiten den Relativsatz ein und beziehen sich auf ein bereits genanntes Substantiv oder Pronomen aus dem Hauptsatz.
Die wichtigsten Relativpronomen im Französischen sind qui, que, où und dont. Jedes hat eine bestimmte Funktion. Qui steht meist für das Subjekt und entspricht dem deutschen „der/die/das“. Zum Beispiel: La femme qui parle – „Die Frau, die spricht“.
Que hingegen ersetzt das Akkusativobjekt, also „wen“ oder „was“ im Deutschen. Ein Beispiel ist le livre que je lis – „das Buch, das ich lese“. Hier bezieht sich que auf das Buch, das Objekt des Satzes.
Où wird verwendet, wenn es um Ort oder Zeit geht: la ville où j’habite – „die Stadt, in der ich wohne“. Und dont kann man übersetzen mit „von dem“, „dessen“ oder manchmal auch „über den“. Beispiel: l’homme dont je parle – „der Mann, über den ich spreche“.
Die Wahl des richtigen Pronomens hängt also davon ab, welche Rolle das Wort im Relativsatz spielt – Subjekt, Objekt, Ort oder Besitz. Mit etwas Übung fällt die Anwendung ganz natürlich. Wer sie beherrscht, klingt im Französischen viel flüssiger und ausdrucksstärker.
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