Wie entsteht Selbstwert?
Der Selbstwert bildet sich über Jahre und wird besonders in der Kindheit und Jugend geprägt. Er entsteht aus der Art und Weise, wie wir uns selbst wahrnehmen – im Hier und Jetzt, aber auch im Rückblick auf unsere Vergangenheit. Wurden wir als Kind anerkannt, liebevoll begleitet und ernst genommen, neigen wir eher dazu, einen stabilen inneren Halt zu entwickeln. Umgekehrt kann Kritik, Ablehnung oder Vernachlässigung dazu führen, dass der Blick auf die eigene Person kritischer wird.
Der Selbstwert spiegelt nicht nur das Bild, das wir von uns haben, sondern beeinflusst auch unsere Gefühle und unser Verhalten. Menschen mit einem gesunden Selbstwert fühlen sich wertvoll, auch wenn sie Fehler machen. Sie trauen sich mehr zu, setzen Grenzen und gehen Beziehungen auf Augenhöhe ein. Wer hingegen oft an sich zweifelt, kann leicht verunsichert reagieren oder sich anpassen, um Anerkennung zu erhalten.
Im Alltag reden wir oft von Selbstachtung, Selbstbewusstsein oder Selbstwertschätzung – Begriffe, die nah beieinander liegen. Während Selbstbewusstsein eher die äußere Ausstrahlung betrifft, geht es beim Selbstwert tiefer: Es ist das innere Gefühl, als Mensch angenommen zu sein, so wie man ist. Und das kann man lernen – auch im Erwachsenenalter. Durch Achtsamkeit, positive Beziehungen und therapeutische Unterstützung lässt sich das eigene Selbstwertgefühl stärken, Schritt für Schritt.
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