Wie funktioniert die amerikanische Zahnaufhellung – und ist sie sicher?

In den USA, wo ein strahlend weißes Lächeln oft als Symbol für Erfolg und Pflege gilt, ist die Zahnaufhellung längst zum Massentrend geworden. Viele Amerikaner nutzen hierfür spezielle Gele mit einem Peroxidgehalt von über 40 Prozent – eine Konzentration, die hierzulande als medizinisch bedenklich gilt.

Diese starken Bleaching-Produkte wirken schnell und sichtbar. Innerhalb weniger Anwendungen können Zähne mehrere Nuancen heller erscheinen. Doch dieser Effekt hat einen hohen Preis: Solch hohe Peroxidwerte greifen nicht nur Verfärbungen an, sondern auch das Zahnschmelz und das Zahnfleisch. Experten warnen vor langfristigen, oft irreversiblen Schäden wie erhöhter Empfindlichkeit, Rissen im Schmelz oder Entzündungen des Zahnfleisches.

Im Vergleich dazu sind in Europa viel strengere Regelungen für kosmetische Produkte im Mundbereich in Kraft. Zahnaufhellungsmittel für den Heimgebrauch dürfen hier maximal 0,1 Prozent Peroxid enthalten. Stärkere Mittel dürfen nur von Zahnärzten angewendet werden – und selbst dann selten über 6 Prozent. Dieser Unterschied zeigt: Was in den USA als Schönheitsstandard gilt, kann hierzulande als Gesundheitsrisiko eingestuft werden.

Wer träumt von weißeren Zähnen, sollte lieber auf sanfte, zahnärztlich überwachte Methoden setzen. Denn ein gesundes Lächeln ist schöner als jedes künstlich erzeugte Glanzlächeln – besonders, wenn es langfristig hält.

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