Wie endete die römische Republik?

Das Ende der römischen Republik war kein plötzlicher Bruch, sondern das Ergebnis jahrzehntelanger politischer Unruhen, Bürgerkriege und Machtverschiebungen. Nach der Ermordung Julius Cäsars im Jahr 44 v. Chr. teilten sich seine engsten Anhänger die Macht. Besonders Mark Anton und Octavian, Cäsars Adoptivsohn, bildeten zusammen mit Lepidus das so genannte Zweite Triumvirat.

Ziel der drei Männer war es, die Gegner Cäsars zu vernichten – vor allem jene, die an seiner Ermordung beteiligt waren. Zu diesen gehörten vor allem Marcus Junius Brutus und Gaius Cassius Longinus, die sich mit ihrer Armee im Osten des Reiches sammelten. Im Oktober und November des Jahres 42 v. Chr. kam es zur Entscheidungsschlacht bei Philippi in Makedonien.

Die Triumvirn siegten, zunächst mit Mühe, aber am Ende entscheidend. Cassius und später auch Brutus nahmen sich das Leben, nachdem ihre Hoffnung auf einen republikanischen Neubeginn zerbrochen war. Mit ihrer Niederlage war der letzte bewaffnete Widerstand gegen die neue Machtkonstellation gebrochen.

Obwohl die Republik formell noch bestand, markiert die Schlacht bei Philippi einen entscheidenden Wendepunkt. Die alte Ordnung der Senatsführung war unwiderruflich geschwächt. Octavian, später Augustus, sollte aus dieser Machtlosigkeit des Senats seinen Vorteil ziehen und 27 v. Chr. zum ersten römischen Kaiser werden. Die Republik war tot – das Imperium hatte begonnen.

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